Unterschiedliche Erfahrungen, Fähigkeiten und Talente von Studierenden im Seminar nutzen

Videoclip Nr. 1 – Februar 2018

Anna Luise Kiss

Lehrende an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

Lehrkontext

Das Lehrkonzept, welches mit dem Landeslehrpreis 2015 in der Kategorie „Umgang mit unterschiedlichen berufs- und bildungsbiografischen Vorerfahrungen“ ausgezeichnet wurde, basiert auf einer Lehrveranstaltung im Lehrgebiet Film- und Fernsehgeschichte.

Das von Anna Luise Kiss im Sommersemester 2014 konzipierte und durchgeführte Seminar „Hands-on Herrmann Zschoche“ stellte ein fächerübergreifendes Lehrangebot im Rahmen des freien Studiums an der Filmuniversität Babelsberg dar und umfasste 4 SWS in wöchentlichen Seminarsitzungen. In der Gruppe waren insgesamt 13 Studierende unterschiedlicher Nationalitäten (u. a. Schweiz, Russland, Portugal) im Alter von 23 bis 32 Jahren vertreten, die aus verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengängen (u. a. Digitale Medienkultur, Medienwissenschaften, Schauspiel, Montage, Regie, Drehbuch/Dramaturgie) stammten.

Im Mittelpunkt des Seminarkonzeptes standen die interdisziplinäre Projektarbeit und eine dementsprechende team- und prozessorientierte Organisation des Lehr-Lern-Geschehens, wobei den Studierenden vielfältige Mitwirkungsoptionen angeboten wurden. Das Ergebnis des Seminars bestand in der Kuration einer musealen Ausstellung über den Regisseur Herrmann Zschoche sowie der Veröffentlichung eines Interviewbeitrages in einem Sammelband. Die Studierenden waren hier gefordert, sowohl theoretische als auch filmhistorische Kenntnisse anzuwenden sowie praktische Fertigkeiten in der kuratorischen Präsentation eines Filmwerkes und der Durchführung und Aufarbeitung eines Interviews zu entwickeln.

Lehrpraxis

Anna Luise Kiss gestaltet ihre Lehre heterogenitätsorientiert, indem sie

  • Studierenden mit einer wertschätzenden Grundhaltung begegnet
  • Räume für Vielfalt und Dialog schafft, wodurch Studierende ihre unterschiedlichen Talente, Erfahrungen und Hintergründe einbringen können
  • vielfältige Feedbackkanäle anbietet, z. B. durch Kurzevaluationen, Seminarmemos, individuelle Rückmeldungen zu Seminararbeiten
  • Gruppenprozesse dialogisch anlegt und selbstreflektierend begleitet – in heterogenen Gruppen gleichwie in homogenen Teilgruppen (Prinzip des „Kommunikationszirkels“)

Anwendungsimpulse für die eigene Lehre

  • Wie wichtig ist persönliche Performance in meiner Fachkultur?
  • Welche kommunikativen Gestaltungspotenziale habe ich in meinen Lehrveranstaltungen bislang noch nicht ausgeschöpft?
  • Welche Möglichkeiten biete ich meinen Studierenden, sich über die Gestaltung meiner Lehrveranstaltung zu äußern?

Eine heterogenitätsdidaktische Reflexion zu zentralen Aspekten des Lehrkonzeptes von Anna Luise Kiss finden Sie hier zum Download:

Heterogenitätsdidaktische Reflexion Videoclip Nr. 1 (PDF)

 

Für einen offenen Austausch über dieses Lehrkonzept nutzen Sie das Kommentarfeld. Stellen Sie hier Ihre Fragen, teilen Sie Ihr Feedback mit oder schreiben Sie über Ihre Erfahrungen, Sichtweisen und Ideen aus Ihrer eigenen Lehre.

Kommentar schreiben

Die Veröffentlichung Ihres Kommentars wird durch die Redaktion freigegeben.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden des Kommentars willigen Sie in die Datenschutzbestimmungen ein.